Umbau einer ehemaligen Kaserne zu einem Gäste- und Begegnungshaus der Regensburger Hochschulen.
Im Rahmen der Konversion der ehemaligen Nibelungenkaserne im Regensburger Süden sollte das ehemalige Wach- und Offiziersgebäude, im Heimatschutzstil von 1939-1941 errichtet und heute als Zeugnisse der Zeit unter Denkmalschutz, zu einem Gäste- und Begegnungshaus der Regensburger Hochschulen umgebaut werden. In der ehemaligen Flakkaserne der Luftwaffe den von der Bauherrin gewünschten „internationalen weltoffenen Geist der Universität Regensburg erlebbar werden zu lassen“ war in vielfacher Hinsicht eine Herausforderung.
Nach umfassender Schadstoffsanierung wurden die Büroräume, das bislang ungenutzte Dachgeschoss und das Sockelgeschoss zu Appartements für Studierende und Lehrende umgebaut. Der ehemalige Zellentrakt der Kaserne dient nun als Notunterkunft und bietet Studierenden kurzfristig Obdach. Während die meisten Eingriffe behutsam sind und nach außen kaum in Erscheinung treten, bildet das weitauskragende Dach die neue, weithin sichtbare Adresse. Aus dem ehemaligen Fahnenappellplatz wurde ein großzügiger, terrassenartiger Garten und die dunkle Säulenhalle der Offiziere zum lichtdurchströmten Treffpunkt für alle Gäste.
Text: NEUMANN & HEINSDORFF ARCHITEKTEN
Fotos: Sebastian Schels